15. Dezember 2025

Mexikos Zollreform 2026: Was Importeure bis zum 1. Januar 2026 wissen müssen

Zusammenfassung


Mexiko hat mit dem Code CD LXVI II 1P 082 eine umfassende Zollreform verabschiedet, die den Zolltarif des Allgemeinen Import- und Exportsteuergesetzes (LIGIE/TIGIE) ändert. Die Reform tritt am 1. Januar 2026 in Kraft und erhöht die Meistbegünstigungs- und Basiszölle auf eine breite Palette von Waren aus Ländern, mit denen kein Freihandelsabkommen (FHA) besteht. Importe, die für FHA-Präferenzen qualifiziert sind, bleiben von diesen Meistbegünstigungs- und Basiszöllerhöhungen unberührt. 


Was ändert sich?

  • Zollsätze: Die neuen MFN/BASE-Zollsätze liegen im Allgemeinen zwischen 5 % und 50 % über die betroffenen Zolltarifpositionen hinweg. 
  • Betroffene Produkte/Sektoren: Zusammenfassungen der Gesetzgebung und Politik heben Erhöhungen in den Bereichen Automobil und Autoteile, Textilien und Bekleidung, Kunststoffe, Stahl/Aluminium, Haushaltsgeräte, Möbel, Schuhe, Spielzeug, Papier, Kosmetik und Glas (unter anderem) hervor. 
  • Umfang: Verschiedene Quellen beziffern den Umfang auf etwa 1,463 Zolltarifunterpositionen, wobei sich bei rund 316 Unterpositionen der Zollsatz von 0 % auf einen positiven Zollsatz erhöht. 
  • Inkrafttreten: Die Tarifreform tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.

Was ändert sich nicht?

  • Waren mit Ursprung in Freihandelsabkommen (z. B. im Rahmen des USMCA/T MEC und anderer Freihandelsabkommen) behalten ihren Anspruch auf Präferenzzölle, wenn sie die Ursprungsregeln erfüllen und ordnungsgemäß dokumentiert sind; die Meistbegünstigung/Basis erhöht den Zielwert für Ursprungsgüter außerhalb von Freihandelsabkommen. 

Branchen-Highlights 

  • Automobilindustrie & Autoteile: Breiter Unterbereich; Erhöhungen der MFN/BASE-Sätze können die Gesamtkosten für Komponenten und Verbraucherfahrzeuge erheblich verändern. 
  • Textilien & Bekleidung: Hunderte von Unterpositionen sind betroffen – überprüfen Sie Stoffe, Kleidungsstücke und Accessoires und stellen Sie sicher, dass die Herkunftsstrategien dokumentiert sind, um die Ansprüche aus dem Freihandelsabkommen nach Möglichkeit aufrechtzuerhalten. 
  • Stahl/Aluminium & industrielle Vorprodukte: Erhöhung der Zollsätze für zahlreiche Produkte; Bewertung der Folgeeffekte auf nachgelagerte Baugruppen. 
  • Kosmetik und Körperpflege: Neue Meistbegünstigungszölle gelten für diverse Schönheits- und Hautpflegeprodukte, Duftstoffe und zugehörige Verpackungen. Importeure sollten die TIGIE-Klassifizierung überprüfen und die Beschaffung über Freihandelsabkommen prüfen, um die Kostenbelastung zu minimieren.


Empfohlene Maßnahmen für Importeure: 

  1. Kartieren Sie die Auswirkungen nach Herkunft und HTS (LIGIE/TIGIE). Identifizieren Sie betroffene Artikelnummern und Zolltarifunterpositionen. Priorisieren Sie Artikel aus Nicht-Freihandelsabkommensländern (z. B. China, Indien, Vietnam, Thailand, Brasilien usw.). 
  2. Klassifizierung prüfen. Korrekte TIGIE-Unterposition und anwendbare NOM-/Genehmigungsanforderungen bestätigen; Grenzfälle prüfen, um eine Fehlklassifizierung unter höheren Zolltarifnummern zu vermeiden. 
  3. Bewerten Sie Beschaffungs- und Herkunftsstrategien. Untersuchen Sie FTA-fähige Lieferketten und regionale Inhaltsstrategien, um Präferenzen (Ursprungsregeln, Stücklisten, Lieferanten) zu erhalten. 
  4. Nutzen Sie Programme und Regelungen. Prüfen Sie, ob IMMEX/PROSEC oder sektorale Förderinstrumente für Ihre Produkte verfügbar sind, um die Nettozollkosten zu senken (vorbehaltlich der Programmbestimmungen). (Die Programmverweise in den DOF/SE-Richtlinien sollten mit dem endgültigen Dekret abgeglichen werden.) 
  5. Die Differenz der Landekosten sollte budgetiert werden. Die Preise, Margen und Vertragsbedingungen für 2026 sollten aktualisiert werden, um die Auswirkungen der Zölle von 5 % bis 50 % auf Waren aus Nicht-Freihandelsabkommensländern zu berücksichtigen. 
  6. Verbessern Sie die Dokumentation und die Kontrollen Ihrer Zollagenten. Angesichts der verstärkten Überprüfungen stellen Sie sicher, dass Ursprungsnachweise, Lieferantenerklärungen und Handelsdokumente den Ursprungsregeln und TIGIE-Einträgen entsprechen; standardisieren Sie Ihre KYC-/Lieferantendateien mit Ihrem Zollagenten. 

Wie Crane Worldwide Logistics Ihnen helfen kann: 

  • Diagnostik der Auswirkungen von Zöllen: Zollzuordnung auf SKU-Ebene für Herkunftsländer außerhalb von Freihandelsabkommen.
  • Optimierung von Ursprungs- und Freihandelsabkommen: Überprüfung der Ursprungsregeln, Einbindung der Lieferanten und Dokumentation.
  • Validierung der Klassifizierung: Überprüfung der TIGIE-Klassifizierung und Unterstützung bei SAT-Konsultationen, wo dies angebracht ist.
     

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Experten von Crane Worldwide Trade Advisory.

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